02-04: „PARASEAT“-Subwoofer

Tiefbass aus dem Nichts
Eine interessante Car-Hifi-Entwicklung kommt aus der Erdbebenforschung – und klingt auch so: Ein kleiner, handlicher Erdbebensimulator bringt die Autokarosserie zum Mitschwingen, dass dem Bassfreak die Freudentränen in die Augen schiessen. Bringt anstelle eines Subwoofers demnächst der unscheinbare Paraseat den Tiefbass ins Auto? Die technischen Daten der Shaker sind dazu geeignet, gestandenen Car-HiFi-Freaks zunächst einiges Grinsen und Kopfschütteln zu entlocken. 25 Watt an 4 Ohm im 950 Grammgehäuse? Na Mahlzeit…

Klang
Aber schon beim ersten Klangtest vergeht selbst erfahrenen HiFiisten urplötzlich das Lachen: Dieser Winzling ist tatsächlich in der Lage, einem Automobil geradezu Freudensprünge zu entlocken. Man spürt den Bass, fühlt den Beat.

Funktionsprinzip
Der Paraseat ist kein „richtiger“ Subwoofer, und das will er auch gar nicht sein. Während ein herkömmlicher Subwoofer die Lautsprecher unterstützt, indem seine Membran einfach tiefere Frequenzen an die Luft abgibt, verzichtet der Paraseat auf die Erzeugung von Luftschall. Statt dessen produziert er Körperschall, dessen Schwingungen sich über die Karosserie an den Fahrersitz übertragen. Diese Vibrationen sind beim herkömmlichen Subwoofer lediglich Begleiterscheinungen – beim Paraseat jedoch das Funktionsprinzip, denn hörbar ist der Paraseat strenggenommen nicht, dafür aber deutlich fühlbar!



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Einsatz
Da prinzipbedingt der Luftschall fehlt, klingt es auch ein wenig anders als bei einem „normalen“ Subwoofer. Dennoch ist der Paraseat durchaus in der Lage, 13er und l6er Lautsprecher eindrucksvoll nach unten hin zu ergänzen. So kann durch ihn bei preiswerten Car-HiFi-Anlagen der Subwoofer wegfallen, falls man auf seinen Kofferraum nicht verzichten mag oder wie beim Smart ohnehin einen eher kleinen Kofferraum hat. Bei aurwendigeren Installationen dient er als zusätzlicher Subwoofer, der zum Beispiel dann immer noch Bass macht, wenn der Gehäusesubwoofer zum Beladen des Autos herausgenommen wurde. Wenn Gehäusesubwoofer und Paraseat zusammenwirken, bereitet das Ergebnis besonderen Hörspaß.

Installation
Der paarweise angebotene Paraseat ist pro Stück schon mit 25 Watt zufrieden und verträgt auch nicht wesentlich mehr, so daß ein kleiner Verstärker völlig ausreicht. Eine Aktivweiche ist nicht zwingend erforderlich, da der Frequenzgang ohnehin kaum 100 Hz überschreitet. Die Anschlußmöglichkeit klärt der Fachhändler. Bei der Installation sind einige Feinheiten zu beachten. Der Paraseat muß absolut waagerecht installiert werden, am besten unter den Sitzen und mit Schraubverbindung zum Karosserieblech. Hierbei dürfen keine fahrzeugtechnisch wichtigen Teile in Mitleidenschaft gezogen werden!!! Wer den Paraseat auf dem Kofferraumboden installiert, erntet weniger Körper-, aber dafür mehr Luftschall. In Erwägung gezogen werden kann dieser Installationsort deshalb dank des sich ergebenden angenehmeren Klanges für kleinere Anlagen mit gemäßigteren Abhörpegeln, die ohne zusätzlichen Subwoofer auskommen müssen.

Fazit
Ein Allheilmittel ist der Paraseat natürlich nicht. Als sinnvolle Ergänzung aufwendiger Car-HiFi-Anlagen, als Notlösung für Cabrios oder Kombis, als Einsteiger-Subwoofer unter Beibehalt des Kofferraums oder als zusätzliche Festinstallation bei herausnehmbarem Subwoofergehäuse ist er allerdings der Hit schlechthin! ..

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